A Mechanic’s Guide to Brake Fluids for Hydraulic Bike Brakes

Ein Leitfaden für Mechaniker zu Bremsflüssigkeiten für hydraulische Fahrradbremsen

Ein Leitfaden für Mechaniker zu Bremsflüssigkeiten für hydraulische Fahrradbremsen

Bei der Wartung hydraulischer Fahrradbremsen ist die Bremsflüssigkeit eine der wichtigsten, aber oft übersehenen Komponenten. Ob erfahrener Radfahrer oder Anfänger – das Wissen um die verschiedenen Bremsflüssigkeiten ist entscheidend für die optimale Funktion Ihres Bremssystems. Als Experte in der Fahrradbranche möchte ich Ihnen die verschiedenen Bremsflüssigkeiten, ihre Unterschiede und die Bedeutung der richtigen Wahl erläutern.

Warum Bremsflüssigkeit wichtig ist

Bremsflüssigkeit spielt eine entscheidende Rolle bei der Übertragung der Bremskraft vom Bremshebel auf den Bremssattel und gewährleistet so ein präzises und kraftvolles Bremsen. Sie muss den beim Bremsen entstehenden hohen Temperaturen standhalten und unter Druck stabil bleiben. Allerdings ist Bremsflüssigkeit nicht gleich Bremsflüssigkeit – die Verwendung der falschen kann das Bremssystem beschädigen und die Bremsleistung beeinträchtigen.

Arten von Bremsflüssigkeiten in Fahrradbremsen

Es gibt zwei Hauptkategorien von Bremsflüssigkeiten für hydraulische Fahrradbremsen: DOT-Bremsflüssigkeit und Mineralöl . Schauen wir uns genauer an, was sie unterscheidet.


DOT-Bremsflüssigkeit

DOT-Bremsflüssigkeiten (kurz für Department of Transportation) werden häufig von Marken wie SRAM , Avid und Formula in Bremsen verwendet. Es gibt sie in verschiedenen Spezifikationen, z. B. DOT 3, DOT 4 und DOT 5.1, die sich jeweils in ihren Eigenschaften leicht unterscheiden.

Hauptmerkmale:

  • Wasseraufnahme: DOT-Flüssigkeiten sind hygroskopisch, d. h. sie nehmen mit der Zeit Feuchtigkeit auf. Dies verhindert zwar Wasseransammlungen im System, erfordert aber auch einen regelmäßigen Flüssigkeitswechsel, um die Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten.
  • Hitzebeständigkeit: DOT 5.1 hat beispielsweise einen höheren Siedepunkt und eignet sich daher für anspruchsvolle Fahrer, die bei intensiven Abfahrten viel Wärme erzeugen.
  • Kompatibilität: Verwenden Sie unbedingt die vom Bremsenhersteller empfohlene DOT-Bremsflüssigkeit. Das Mischen von DOT-Bremsflüssigkeiten mit anderen Bremsflüssigkeitstypen kann zu Systemausfällen führen.

Vorteile:

  • Hochtemperaturbeständigkeit.
  • Weitgehend verfügbar und auch unter extremen Bedingungen wirksam.

Nachteile:

  • Muss aufgrund der Wasseraufnahme häufig ausgetauscht werden.
  • Kann Lack und Haut angreifen, daher mit Vorsicht handhaben.

Mineralöl

Mineralöl ist die bevorzugte Bremsflüssigkeit für Marken wie Shimano , Magura und Tektro . Im Gegensatz zu DOT-Bremsflüssigkeit ist Mineralöl nicht hygroskopisch, das heißt, es nimmt mit der Zeit kein Wasser auf.

Hauptmerkmale:

  • Langlebig: Mineralöl behält seine Eigenschaften länger und muss daher seltener ausgetauscht werden.
  • Nicht korrosiv: Sicherer in der Handhabung und beschädigt den Lack Ihres Fahrrads nicht.
  • Abweichungen: Verschiedene Hersteller verwenden möglicherweise eigene Mineralölformulierungen (z. B. Shimano vs. Magura). Daher ist es entscheidend, die richtige Bremsflüssigkeit für Ihr Bremssystem zu verwenden.

Vorteile:

  • Längere Wartungsintervalle.
  • Schonender für die Umwelt, den Fahrradrahmen und die Haut.

Nachteile:

  • Im Vergleich zu DOT-Flüssigkeiten weisen sie typischerweise niedrigere Siedepunkte auf.
  • Nicht zwischen den Marken austauschbar.

Wie man die richtige Bremsflüssigkeit auswählt

  1. Beachten Sie die Herstellerangaben: Prüfen Sie stets die Bedienungsanleitung Ihres Bremssystems, um den benötigten Bremsflüssigkeitstyp zu ermitteln. Das Mischen von DOT-Bremsflüssigkeit und Mineralöl ist strengstens verboten, da dies Dichtungen und andere Bauteile beschädigen kann.
  2. Fahrbedingungen berücksichtigen: Für rasante Abfahrten oder extreme Fahrbedingungen ist eine Flüssigkeit mit höherem Siedepunkt (wie DOT 5.1) ideal. Für Gelegenheitsfahrer bietet Mineralöl eine wartungsarme Alternative.
  3. Frische Flüssigkeit verwenden: Sowohl DOT- als auch Mineralölflüssigkeit zersetzen sich mit der Zeit. Verwenden Sie daher immer frische Flüssigkeit zum Blutentnehmen und vermeiden Sie es, geöffnete Flaschen über längere Zeit aufzubewahren.

Wann sollte man die Bremsflüssigkeit wechseln?

  • DOT-Flüssigkeit: Aufgrund ihrer Feuchtigkeitsaufnahme alle 6-12 Monate oder gemäß den Empfehlungen des Herstellers austauschen.
  • Mineralöl: Wechseln Sie es alle 1-2 Jahre oder früher, wenn Sie eine verminderte Bremsleistung feststellen.

Schlussbetrachtung

Die Wahl der richtigen Bremsflüssigkeit und die regelmäßige Wartung Ihrer hydraulischen Bremsen sind entscheidend für sicheres und zuverlässiges Fahren. Ob Sie steile Bergabfahrten bewältigen oder auf flachen Straßen unterwegs sind – ein gut gewartetes Bremssystem gibt Ihnen die nötige Sicherheit und Kontrolle.

Investieren Sie in ein professionelles Bremsenentlüftungsset und halten Sie stets ausreichend Bremsflüssigkeit bereit – eine kleine Maßnahme mit großer Wirkung. Denken Sie daran: Ihre Bremsen sind Ihr wichtigstes Sicherheitsmerkmal, sparen Sie also nicht an der Wartung.

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